Hey Leute, kev hier, mit einem kleinen Game Review zu Tiny and Big: Grandpa’s Leftovers. Nachdem ich bis jetzt recht wenig zu diesem Blog beigetragen habe und striker503 höchstselbst mir einen Wink mit dem Zaunpfahl gab einen Artikel zu schreiben, dachte ich mir, was solls. Ein kurzer Blick auf meinen Desktop, und schon war ein Spiel ausgewählt, welches ich mir in einem Anflug gönnerhaftem Verhaltens gegönnt habe (wer hätt’s gedacht). Tiny and Big sollte es also sein.

Die Story ist eigentlich recht schnell erklärt: Ihr spielt Tiny, der nicht wirklich ein Held ist, aber zumindest einer der beiden Protagonisten, und versucht den notorischen Flüchtling Big zu fassen, der sich mit der Unterhose eures Großvaters davon gemacht hat. Jedoch ist das nicht irgendeine Unterhose – dieses Erbstück verleiht dem Träger Superkräfte. Big zieht sich das Ding kurzerhand auf den Kopf, womit sich seine ständige Flucht vor euch erheblich erleichtert. Das Spiel habe ich bis jetzt noch nicht durchgespielt, jedoch bleibt zu erwarten, dass ihr am Ende die Unterhose nach einem glorreichen Sieg über Big zurück erhaltet.
Die Verfolgungsjagd erstreckt sich über insgesamt sechs Levels. Level 2 bis 5 ähneln sich in der Größe der Map recht stark, nur der Schwierigkeitsgrad erhöht sich mit fortschreitendem Verlauf des Spiels. Das letzte Level steht für mich noch in Aussicht, aber es wird mit Sicherheit das Schwierigste werden.

Nun aber zum Gameplay: Im Prinzip ist Tiny and Big ein 3D Jump and Run Spiel, es unterscheidet sich aber in einem Detail gravierend von den anderen dieses Genres: Euch stehen drei verschiedene Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung, mit denen sich die Spielewelt (fast) nach belieben formen und vor allem zerstören lässt. Das wichtigste Tool ist auch das, was das Spiel im Kern ausmacht. Ihr besitzt einen Laser, mit dem ihr selbst die gewaltigsten Felsbrocken mit einem Mausklick in zwei Hälften teilen könnt. Hört sich spaßig an, ist es auch für die ersten fünf Minuten, ab dann wird es nur noch ein Mittel, das dazu dient, im Spiel weiter zu kommen. Hauptsächlich räumt ihr damit Hindernisse aus dem Weg oder baut euch Treppen, um höher gelegene Plätze zu erreichen. Die anderen beiden Tools, ein Seil mit Enterhaken, der an jeder Oberfläche haftet sowie ein Raketenwerfer, der Haftraketen verschießt, die auf Knopfdruck zünden, dienen im wesentlichen dem selben Zweck.

Neben dem primären Ziel, die Levels zu beenden, kann man auch die obligatorischen Achievements (Finden versteckter Plätze, Tool X 100 Mal benutzen), “Boring Stones” oder Musikkassetten sammeln. Letzteres ist sogar sehr empfehlenswert, da euer Radio, das ihr immer bei euch führt, zu Beginn des Spiels nur einen Track kennt, der in Endlosschleife wiederholt wird. Bei geschätzten sechs bis sieben Stunden Spielzeit kann das ziemlich öde werden.

Fazit: Die Idee ist recht originell, hätte aber etwas spannender verpackt werden können, etwas Witz ist auch dabei, die Grafik ist gewöhnungsbedürftig, die Musik nervig, der Schwierigkeitsgrad ist in Ordnung, vom Hocker gehauen hat es mich nicht. 6,5 von 10. Wobei man für den kleinen Preis von 10 Euro auch 7 vergeben könnte.


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