Huaaaaaa! Nimm dies! Und das, Boss! Friss meine… *Wumms* You died.
So eine sch… So ein Drecksgame! Egal… noch einmal. Okay und los. Klirr. Bum und zack. *Rumms* You died. Ach leckt mich! Ich spiele wieder Sims. Ne! Den muss ich doch jetzt schaffen. So, puh, los, jetzt noch einmal konzentriert… Bäm! Pariert! Konter! BÄÄÄÄM! ENDLICH YEAH! YUHUUUUUUU!!! So ungefähr lässt sich Dark Souls beschreiben. Ein genialer Mix zwischen Verzweiflung, Wut und Freude, eben eine wahre Hassliebe

Um was geht es?

Das Spiel beginnt mit einem netten Intro, das anderen Rollenspielen ähnelt: Der alte Kampf zwischen hell und dunkel, ach was erzähle ich denn, ist ja eigentlich sowieso immer das Gleiche. Nach der Videosequenz startet ihr in einer Zelle, in der ihr eigentlich nur noch auf euren sicheren Tod wartet. Irgendwie sieht man auch aus, als wäre man kurz vor seinem Tod, wenn man seinem Charakter einmal ins Gesicht sieht, doch das wirkt in diesem Moment etwas nebensächlich. Freundlicherweise wirft nämlich ein Ritter den Schlüssel von dieser Zelle zu einem hinunter und das Abenteuer beginnt. Aber hier gibt es schon den ersten Unterschied zum anderen Einheitsbrei: Dark Souls -Fuß der BurgMan hat kein Questlog, keine NPCs mit Ausrufezeichen über dem Kopf, sondern einfach nur den Drang aus dem Gefängnis abzuhauen und die Welt zu erkunden. Nachdem man sich von der “Gefängnisinsel” verabschiedet hat und das Tutorial sozusagen geschafft hat, findet man sich am Fuße einer riesigen Burg wieder. Hier angekommen trifft man auf den ersten freundlichen NPC, der einem sagt, man solle doch einmal die beiden Glocken der Erweckung leuten, irgendetwas wird dann schon passieren.

Das klingt doch nach einer richtig epischen Story, oder? Tatsächlich gibt es in Dark Souls nicht wirklich viel Story, zumindest auf den ersten Blick, denn jedes Item hat eine Beschreibung, mit der immer kleine Randgeschichten erzählt werden. Damit kann man sich seine eigene kleine Geschichte zusammenreimen, was ich persönlich sehr nett finde, denn so bekommt man die Story zwar im Großen und Ganzen mitgeteilt, jedoch nicht so vorgekaut wie in anderen Spielen.

Das Kampfsystem

So, nachdem jetzt einmal grob geklärt wurde um was es in Dark Souls geht, zeige ich jetzt warum Dark Souls meiner Meinung nach so genial ist wie es ist.

Klar, die Atmosphäre passt, die Welt ist authentisch und logisch (soll heißen: die Mapteile passen logisch gesehen zusammen) aufgebaut, aber nichts ist so perfekt wie das Kampfsystem.

Dark Souls - You DiedWarum, fragt sich wohl der ein oder andere, denn auf den ersten Blick sieht es aus wie ein normales Rollenspiel á la Skyrim und Co. doch schon gleich am Anfang sieht man, dass es dies nicht so ist: Hier steuert man jeden Angriff, jeden Block, jeden Konter und das komplette Movement während des Kampfes selbst. Das heißt, jeder Fehler, den der Charakter macht, ist der eigene Fehler. Das ist schon mal der erste wichtige Teil, denn aus Fehlern wie ein nicht geblockter starker Angriff, muss man lernen. Daraus folgt logischerweise, dass man sich bei jedem Gegner überlegen muss wie man ihn am besten, natürlich ohne zu sterben, töten kann. Bei den normalen Gegnern hat man das meistens schnell raus, doch bei den Bossen sind kleine Fehler meistens schon tödlich und man fängt nach dem 5. oder 10. oder 50. Tod schon ein wenig an das Spiel zu hassen. Aber genau auf das wollten die Entwickler hinaus, denn wer 50 Versuche braucht und den Boss beim 51. Versuch ohne Fehler tötet, fühlt sich danach so dermaßen übermächtig, dass er mit erhobenem Haupt weiter in die Welt vordringt bis er wieder von einem Boss den Hintern versohlt bekommt. Das Glücksgefühl nach einem gewonnenen Fight gegen Gegner die einem zuvor so krass schwer vorgekommen sind, macht dieses Spiel schon zu einem Highlight.
Und wer dann noch nicht oft genug kassiert hat kann sich auch noch im PvP töten lassen 😉

Seelen – mein ein und alles

… naja nicht ganz, denn es gibt auch noch Menschlichkeit, mit der man mehr Items findet, sich lebendig machen kann und noch ein paar andere schicke Nebeneffekte hat, doch Seelen sind um einiges wichtiger.
Diese wertvollen Schätze bekommt man hauptsächlich durch das Töten von Kreaturen in Dark Souls. Ich sage bewusst Kreaturen denn man kann alles und jeden, also auch Verbündete, angreifen und bekommt meistens deren Ausrüstung und Seelen. Des Weiteren findet man Seelen auch als Items überall auf der Welt und bekommt, oder verliert, diese im PvP.
Doch was kann man jetzt damit alles anstellen? Die zwei wichtigsten Dinge sind das Leveln des eigenen Charakters, wobei die Anzahl der benötigten Seelen natürlich pro Level steigt und das Upgraden von Waffen bzw. eben der Kauf von dem dazu benötigten Material, dass man nicht gelootet hat. Man kann aber auch seine Sachen reparieren, sich die Gunst eines versehentlich angegriffenen NPCs wieder erkaufen und und und…
Dark Souls - Seelen eingesammeltDas Problem an den Seelen ist, dass diese mitsamt der Menschlichkeit fallen gelassen werden. Kein Problem, dann sammeln wir diese eben wieder ein? Tja, leichter gesagt als getan, denn manchmal (eigentlich immer, wenn man besonders viele Seelen dabei hatte) stirbt man an irgendetwas richtig Doofem, sei es ein Abhang, an dem man auf dem Weg im Eifer des Gefechts abrutscht oder Ähnlichem… Aber das werdet ihr wohl selber oft genug erfahren oder erfahren haben, wenn ihr das Spiel zockt 😉

Zu guter Letzt kann ich eigentlich nur sagen, dass es sich lohnt und ihr dieses Spiel unbedingt ausprobieren müsst (mit Controller, denn Tastatur + Maus geht fast nicht), auch wenn es am Anfang etwas schwer ist und ich gespannt auf den bereits in Entwicklung stehenden 2. Teil des Spiels warte 🙂


Hier wie immer die Screenshots 🙂
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